arch-aktuell
15 2015:

Das Haus mit den zwei Gesichtern

Das Grundstück galt fast als Ladenhüter, obwohl in 1a Lage am Erlanger Burgberg mit herrlicher Aussicht gelegen. Steiler Nordhang, eingeschränkt bebaubar, durch Abstandsflächenübernahme des Nachbarn und durch den gültigen Bebauungsplan auf eine Grundfläche von 125 qm begrenzt. Die expressive Erscheinungsform ist das Ergebnis aus der Summe aller Bindungen und Anforderungen und geht offensiv aus der Pflicht in die Kür. Wie feine Haut Couture den Körper umhüllt, umschließt die Fassade den Raum durch Einschnitte, Öffnungen und Faltungen an den richtigen Stellen. So werden optimale Ausblicke aus allen Räumen ermöglicht, als auch reizvolle Sichtbeziehungen zwischen den Funktionsbereichen geschaffen. Charakter bildend ist die raumhohe, trapezförmige Verglasung des Wohnbereichs. Das Grundstück wurde durch den geschickten Falten(ent)wurf optimal ausgenutzt und bietet eine Wohnfläche von circa 175 qm. Eine intelligente Lösung, die baurechtliche Bindungen in Wohn(t)räume verwandelt.
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